Editorial

Es gibt keinen Mangel an Literatur über Prostatakrebs. Warum also diese Internetseite? - Ganz einfach, weil es ein wichtiges Thema ist!

Die Diagnose „Krebs“ zählt zu den einschneidendsten Erlebnissen im Laufe eines Lebens und oft ist die Ungewißheit über den weiteren Verlauf und die Dauer des Lebens, die Art der Behandlung und deren etwaiger Erfolg oder Mißerfolg das vornehmliche Problem. Verzweiflung über die Diagnose, Angst vor den Folgen der Behandlung und ein zutiefst erschüttertes Vertrauen dem eigenen Körper gegenüber führen meist zu Verdrängung statt zu aktiver Bewältigung. Das muß nicht sein. Verbesserungen bei der Erfassung und Behandlung sowie die offene Auseinandersetzung mit dem Thema „Prostatakrebs“ haben eine Heilung in den Bereich des Möglichen gerückt, wobei der Vorsorge eine zentrale Bedeutung zukommt.

Es ist mehr als erfreulich, daß der Verein PRO.MANN begonnen hat, das Problem „Prostatakrebs“ zu thematisieren und damit verbundene Tabus zu brechen. Ihm gebührt der volle Dank für das Zustandekommen dieser Broschüre.

Zum Autor

Seit mehr als 15 Jahren widmet sich Univ. Prof. Dr. Karl Pummer von der Universitätsklinik für Urologie in Graz (Vorstand: o.Univ. Prof. Dr. Gerhart Hubmer) der urologischen Onkologie, wobei die Beschäftigung mit dem Prostatakarzinom immer im Mittelpunkt seines Interesses stand. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Prostatakarzinom, die durch Forschungsaufenthalte am MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas, und an der University of Colorado in Denver wesentlich bereichert wurden, widmet sich der Herausgeber dreier Bücher und Verfasser zahlreicher Publikationen zum Thema Prostatakarzinom heute hauptsächlich klinischen Aspekten wie der Früherkennung und Behandlung.